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Rohrschellen: Typen, Materialien und Montage – die richtige Wahl

Inhaltsverzeichnis

    Rohrschellen: Der richtige Typ für jeden Einsatz

    Rohrschellen – auch Schellen oder Befestigungsschellen genannt – halten Rohre, Kabel und Leitungen zuverlässig an Wänden, Decken und Trägern. Wer die falsche Schelle wählt, riskiert Korrosion, Lärm durch Körperschall oder eine nicht normgerechte Installation. Wir zeigen, welche Typen es gibt und was jeweils passt.

    Materialien im Überblick

    Kunststoff-Schellen (PA, PP, PVC) sind das Arbeitspferd im Elektrobereich: leicht, korrosionsbeständig, schnell montiert und günstig. Sie eignen sich ideal für NYM-Kabel, Installationsrohre und leichte Wasserleitungen im Innenbereich. Schwachstelle: geringe UV-Beständigkeit und begrenzte mechanische Last.

    Stahl-Schellen (verzinkt) tragen mehr und kommen in Werkstätten, Keller und Außenbereichen ohne direkte UV-Belastung zum Einsatz. Verzinkt halten sie einem feuchten Keller problemlos stand, echter Außenbereich – besonders Meeresluft – fordert jedoch Edelstahl.

    Edelstahl-Schellen (V2A / AISI 304, V4A / AISI 316) sind die wetterfeste Premium-Lösung. V4A übersteht sogar chlorid- und salzhaltige Umgebungen (Schwimmbäder, Küstengebiete). Preis-Leistung stimmt, wenn die Anlage jahrzehntelang wartungsfrei sein soll.

    Bauformen

    Einteilige Schellen werden aufgeclipst oder aufgedrückt – ideal für die schnelle Kabel-Verlegung auf der Trasse. Bekannte Varianten: Nagelschellen zum Einnageln, Clipschellen für DIN-Schienen.

    Zweiteilige Schellen (Sattelschellen) bestehen aus Schelle und Gegenstück; das Rohr wird eingelegt und die Schelle verschraubt. Geeignet für größere Rohrdurchmesser und höhere Haltekräfte.

    Schalldämmende Schellen haben einen Gummi-Einsatz, der Körperschall und Vibrationen von Wasserrohren entkoppelt. In der Sanitärinstallation bei HT-Rohren und Trinkwasserleitungen oft Pflicht nach DIN 4109 (Schallschutz).

    Hängeschellen werden an Gewindestangen befestigt und tragen Rohre unter der Decke. Typisch für Industrie, Kühlhäuser und Großküchen.

    Norm und Dimensionen

    Die Außendurchmesser von Rohren sind genormt: Ein DN 20 Installationsrohr hat 25 mm Außendurchmesser, ein DN 25 hat 32 mm. Achten Sie beim Kauf auf den Klemmbereich der Schelle – z. B. „Ø 16–22 mm" – nicht auf den Nenndurchmesser. Bei NYM-Kabeln hilft der angegebene Außendurchmesser im Datenblatt weiter.

    Montageabstände nach Norm

    DIN VDE 0100-520 und Herstellervorgaben geben Abstände vor:

    • Installationsrohre ≤ 20 mm: Befestigung alle 75 cm
    • Installationsrohre 25–32 mm: alle 100 cm
    • NYM-Kabel in der Wand: alle 40 cm (bei Aufputz-Verlegung)

    Im Handwerkshop24 finden Sie Rohrschellen von OBO Bettermann, Hager und weiteren Markenherstellern – einteilig und zweiteilig, in Kunststoff, Stahl und Edelstahl, für alle gängigen Rohrdurchmesser von 16 bis 110 mm.

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