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Abdeckkappe für Vierkantrohr: So findest du die richtige Größe

Inhaltsverzeichnis

    Abdeckkappe für Vierkantrohr: So findest du die richtige Größe

    Offene Rohrenden sind scharfkantig, sammeln Schmutz und Feuchtigkeit und sehen schlicht unfertig aus. Wer an einem Gestell, Regal, Zaun oder Maschinenrahmen Vierkant- oder Rechteckrohr verbaut hat, sucht deshalb nach einer passenden Abdeckkappe. Der häufigste Fehler dabei: Die Kappe wird nach dem Außenmaß des Rohrs gekauft, obwohl es auf das Innenmaß ankommt. Dieser Ratgeber zeigt, wie du die richtige Kappe sicher bestimmst.

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    Außenmaß, Wandstärke, Innenmaß: Worauf es ankommt

    Vierkantrohre werden mit Außenmaß angegeben, zum Beispiel 30 x 30 mm, und mit der Wandstärke, häufig 1,5 oder 2 mm. Die Kappe sitzt aber im Rohr und nicht darüber. Entscheidend ist also das Innenmaß: Außenmaß minus zweimal die Wandstärke. Bei einem Rohr 30 x 30 x 2 mm bleiben 26 x 26 mm Innenmaß. Eine Kappe für 30 x 30 mm ist so konstruiert, dass sie genau diesen Bereich ausfüllt und über einen Kragen am Rand die Rohrstirn abdeckt. Prüfe deshalb im Datenblatt oder in der Produktbeschreibung, welche Wandstärken eine Kappe abdeckt. Viele Kappen haben Lamellen, die kleine Toleranzen in der Wandstärke ausgleichen.

    Material und Einsatzort: PE, PA oder PVC

    Für Möbel, Regale und Gestelle in trockenen Innenräumen sind Kappen aus Polyethylen (PE) die Standardlösung. Das Material ist weich, schlagzäh und gleicht Fertigungstoleranzen aus. Im Außenbereich und bei Sonneneinstrahlung ist die UV-Beständigkeit wichtiger: Schwarze PE-Kappen halten hier in der Regel länger als helle, weil der Farbruß als UV-Schutz wirkt. Polyamid (PA) ist härter und eher für mechanisch belastete Stellen gedacht. Ob die Kappe die Last tragen soll, etwa bei Rohrfüßen, hängt vom Aufbau ab, hier gehören Gleiter und Rohrstopfen mit Fuß in die engere Wahl.

    Kappe mit Lamellen oder glatter Stopfen?

    Bei Vierkantrohr kommen vor allem Lamellenstopfen zum Einsatz: Die Lamellen verformen sich beim Eindrücken und halten die Kappe sicher im Rohr. Das funktioniert besonders gut bei Rohren mit leichten Maßabweichungen und bei Schweißnähten im Rohrinneren. Glatte Stopfen ohne Lamellen sitzen exakter, brauchen aber ein sauber gefertigtes Rohr. Wenn du dir unsicher bist, nimm eine Lamellenkappe. Zum Einsetzen genügt meist leichter Druck mit dem Handballen oder ein Gummihammer. Bei Rohren mit Grat vorher kurz entgraten, damit die Lamellen nicht abscheren.

    Welche Größe brauche ich bei Rechteckrohr?

    Bei Rechteckrohr, zum Beispiel 40 x 20 mm, brauchst du eine Kappe für genau diese Seitenverhältnisse. Eine Kappe für 30 x 30 mm passt nicht, auch wenn die Fläche ähnlich ist. Messe beide Seiten des Rohrs außen mit dem Messschieber und ziehe die Wandstärke ab. Für gängige Abmessungen wie 20 x 20, 25 x 25, 30 x 30, 40 x 40 und 50 x 50 sowie die Rechteckmaße 30 x 15 und 40 x 20 gibt es Standardkappen. Alle Kappen in unserem Shop werden in Verpackungseinheiten von 50 oder 100 Stück geliefert. Das lohnt sich für Werkstätten, Möbelbauer und Schlosser, die mehrere Gestelle bauen.

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    Fazit

    Für die richtige Abdeckkappe zählt das Innenmaß des Rohrs, nicht das Außenmaß. Miss Außenmaß und Wandstärke, rechne das Innenmaß aus und wähle eine Lamellenkappe aus PE, wenn du dir bei der Toleranz nicht sicher bist. So sitzt die Kappe fest, schützt vor scharfen Kanten und hält das Rohr sauber.

    Handwerkshop24 Redaktion

    Fachredaktion für Elektroinstallation, Verbindungstechnik, Verteilungsbau und Schalterprogramme.